Suche nach dem Paradies

Die Entscheidung fiel an einem trüben Mittwoch im Spätherbst 1998! Ich saß vor Pidders sehenswerter Homepage über Hinterbichl und das Virgental und merkte, dass ich ungeheuer neugierig war, dieses Osttiroler Paradies kennen zu lernen. Dahinter steckte eine weitere Überlegung: Zuvor hatte ich immer Urlaub am Mittelmeer oder an der See gemacht, aber nun vertrage ich im Süden die Hitze nicht mehr, und im Norden waren wir den Unbilden des Wetters mehrfach heftig ausgesetzt (drei Wochen wunderbar perlender Regen!!). Folglich musste ich mir ohnehin etwas Neues einfallen lassen, also warum nicht die Berge!?

 

Hinterbichl in Osttirol

Kurz vor Weihnachten 1998 rief ich im Hinterbichler Gästehaus Conny an und fragte, ob an meinem Wunschtermin im Juli 1999 noch ein Zimmer frei wäre. Tatsächlich - eines gab es noch, also machte ich das Quartier fest! Für 14 Tage. Ich sagte mir, so lange könnte ich es dort in jedem Fall aushalten - egal, was passiert.

Nun folgten viele Wochen Qual. Einmal ganz praktisch: Ich ging schwimmen und strampelte mich auf meinem Fahrrad ab, in der Hoffnung, meine nicht eben "taffe" Kondition ein wenig aufzumöbeln. Von manchen Radtouren kam ich als erschöpftes Gespenst zurück - und schrieb eine schon geplante Tour nach der anderen ab! Damit begann die andere Qual: Die Ungewissheit, ob ich als untrainierte Raucherin es überhaupt auf irgend eine Hütte schaffen würde! Ich wurde immer unsicherer - und mein Freund Pidder, dem natürlich daran lag, sein Paradies auch mir näher zu bringen, redete - oder besser mailte - wiederholt mit Engelszungen auf mich ein. Über all diesem mentalen Auf und Ab wurde es endlich Juli - und dann gab es für mich kein Entrinnen mehr!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es wurde ein wunderbarer Urlaub! Mehr noch: ein unvergesslicher Urlaub, eine Art, Ferien zu machen, die ich bisher nicht kannte und die mir eine tiefe, nachhaltige Erholung beschert hat - trotz vieler herber Anstrengungen, die ich mir, als ich am 11. Juli 1999 mit meiner Tochter Hannah im Auto nach Hibi aufbrach, nicht einmal in extrem kühnen Träumen vorstellen konnte. Von den vielen positiven Eindrücken und Erlebnissen zehre ich noch heute. Wer Lust hat (oder vielleicht auch Respekt vor den Anstrengungen einer Bergtour), kann im Tagebuch nachlesen, was ich erlebt habe (benutzt die Navigationsleiste oben).

Zum 1. Tag